Montag, 7. September 2020

Roggenweckerl aus Sauerteig

 Reine Sauerteigweckerl, reine Roggenweckerl - so ganz ohne Gewürze. Nur Mehl, Wasser und Salz. Sowas hatte ich schon lange im Kopf und nun endlich umgesetzt. Wer mag kann natürlich etwas Brotgewürz oder Kümmel dazugeben - ich finde sie allerdings ohne Gewürze auch ganz toll.

Das Rezept ergibt 9 große Weckerl - wer für seine Kindergartenkinder Gebäck macht, kann allerdings 12 Stück formen. Fertig gebacken lassen sie sich toll einfrieren - ich leg dann immer am Vorabend 1 Stück auf die Arbeitsfläche für den Folgekindergartentag. Wer vergisst, kann es auch morgens mit ein bisschen Dampf im Backofen aufbacken. 

Zutaten:

600 g Sauerteig (300 g Roggenmehl + 300 ml Wasser lauwarm + 1-2 EL Anstellgut)

200 ml Wasser lauwarm

320 g Roggenmehl

15 g Salz


Zubereitung:

Zuerst wird der Sauerteig zubereitet:

Dazu 300 ml Wasser mit 300 g Roggenmehl und 1-2 EL Anstellgut verrühren und 8-14 h bei Raumtemperatur abgedeckt stehen lassen.

Bevor der Teig geknetet wird, wieder 1-2 EL Sauerteig (Anstellgut) entnehmen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Nun wird aus dem Sauerteig, 200 ml Wasser, 320 g Roggenmehl und 15 g Salz der Teig etwa 7 min. auf kleinster Stufe geknetet. Dieser darf nun abgedeckt zumindest 4 h rasten.

Danach wird das Backrohr samt Blech auf 250° vorgeheizt.

Der Teig wird auf 9-12 Stücke portioniert und am besten mit Hilfe einer Teigkarte auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Weckerl gefaltet. Diese legt ihr am besten auf Backpapier, dass ihr dann im Ganzen auf das heiße Blech ziehen könnt. Bis das Backrohr die Temperatur erreicht hat, lasst ihr die Weckerl abgedeckt ruhen. Dann kommen die Weckerl am Backpapier auf das heiße Blech und ihr besprüht den unteren Teil des Backrohrs kräftig mit Wasser.

Die Weckerl backen nun 15 min. bei 250°, danach reduziert ihr die Hitze auf 200° und lasst sie 20 min. fertig backen. Nach der Backzeit aus dem Rohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gutes Gelingen!







Dienstag, 11. August 2020

Bauernbrot 20% Sauerteig

 Heute habe ich das beliebte Bauernbrot in geänderter Form für euch. Das bisherige Rezept enthielt 50% Sauerteig - manchen von euch ist das zu viel Sauerteig - darum gibt es nun ein Bauernbrot mit 20% Sauerteig. Ich finde beide Brote großartig. Probiert sie unbedingt aus.

Auf meinem Blog findet ihr eine eigene Kategorie "Brot/Gebäck" und ebenso einen eigenen Beitrag zum Thema Sauerteig. Jeder handhabt ja die Fütterung vom Sauerteig etwas anders...ihr macht es gerne in eurer gewohnten Art oder haltet euch einfach an meine Angaben - bestimmt lesen das viele Profibäckerinnen, die da ohnehin keine Anleitung brauchen. Wer doch - wird bestimmt fündig.

Für dieses Rezept benötigt ihr 200 g Sauerteig - also füttert ihr 100 g Roggenmehl mit 100 ml (=95g) lauwarmen Wasser und dem Anstellgut aus dem Kühlschrank etwa 8 h (zwischen 6 und 12 h ist ideal) bevor ihr den Teig kneten wollt an.

Zutaten:

200 g Sauerteig

500 ml (=455g) Wasser lauwarm

400 g Roggenmehl T960

200 g Weizenmehl T700

15 g Salz

2 EL Brotgewürz

wenns schneller gehen soll: 10 g Germ


Zubereitung:

1. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe kneten.

2. Diesen Teig abgedeckt für etwa 4 h gehen lassen (wer Germ dazugegeben hat muss nur 1 h warten).

3. Danach wird der Teig auf einer mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche am besten mit einer Teigspachtel gefaltet (ein Anleitungsvideo findet ihr in den Highlights auf meiner Instagram Seite) und in ein bemehltes Gärkörbchen gegeben. Hier darf das Brot abgedeckt nochmal 1 h gehen (bzw. 1/2 h für alle die Germ mit in den Teig gegeben haben)

4. In dieser Zeit wird das Backrohr samt Blech auf 250° O/U-Hitze vorgeheizt.

5. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, wird das heiße Blech rausgenommen und das Brot aus dem Gärkörbchen auf das heiße Blech gestürzt.

6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unten rein und schließt das Backrohr.

7. Nach ca 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot noch 45 min. fertig gebacken.

8. Nach der Backzeit wird das Brot aus dem Backrohr genommen und darf auf einem Gitter auskühlen.

Gutes Gelingen!








Freitag, 24. Juli 2020

Pedacolakuchen

Schon so lange habe ich diesen Kuchen im Kopf - und nun endlich habe ich das Rezept umgesetzt. Ein Pedacola Kuchen. Wer Pedacola nicht kennt, es handelt sich um ein Kräutersirup aus Colakraut (Eberraute) aus dem Mühlviertel. Serviert wird es mit Soda und schmeckt im Sommer einfach herrlich. Also mein Lieblings-Sommer-Anti-Getränk würde ich sagen.
Tja, und das wollte ich einfach gerne mal als Kuchen ausprobieren. Und hier ist es - lasst ihn euch schmecken!


Zutaten:
4 Eier
200 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
200 g griech. Joghurt (10%)
250 ml Pedacola (aus 50 ml Sirup und 200 ml Soda)
100 ml Öl
400 g Mehl
1 Pkg. Backpulver

Glasur:
100 g Puderzucker
3 EL Pedacola
Saft von 1/2 Zitrone

Zubereitung:
1. Für den Kuchen wird zuerst eine Guglhupfform gefettet und gebröselt und das Backrohr auf 180° vorgeheizt.
2. Nun werden die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig weiß gemixt.
3. Danach die restlichen Zutaten dazugeben und unterrühren.
4. Die Masse in die Guglhupfform füllen und für 50 min. (bitte Stäbchenprobe machen) bei 180° backen.
5. Danach aus dem Backrohr nehmen und aukühlen lassen. Im Idealfall lauwarm auf ein Teller stürzen und so ganz auskühlen lassen.
6. Auf dem ausgekühlten Guglhupf wird die Glasur, die man aus Puderzucker, Pedacola und dem Saft der halben Zitrone mixt verteilt.
Gutes Gelingen!


 

 



Donnerstag, 16. Juli 2020

Geburtstagstorte zum 4. Geburtstag

Vergangenes Wochenende feierten wir den 4. Geburtstag von meinem großen Jungen! Seit 4 Jahren haben wir ihn nun bei uns - unglaublich. So ein schöner Anlass - der musste gebührend gefeiert werden. Am Freitag im Kindergarten mit Schokomuffins, am Samstag mit dieser Torte und 2 Freunden bei Schlechtwetterprogramm und am Sonntag mit dem Rest der Torte und Kirschbrownies von Simone bei der Schönwetter-Draußen-Garten-Party.
Wer meinen Blog schon länger verfolgt, bemerkt dass die Geburtstagstorten meistens aus Biskuit und Erdbeeren bestehen - das schmeckt ihm und uns einfach am besten!
Die Torte ist sehr hoch und die Stücke können dünn abgeschnitten werden - so reicht die Torte vor allem bei Kindern wirklich für viele Portionen. Wer es gerne süß hat, verwendet mehr Zucker für die Creme - wir sind da bei den Kindern eher sparsam.
Nun aber zum Rezept:



Zutaten:
Biskuit:
7 Eier
7EL heißes Wasser
250 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
300 g Mehl

1 Pkg. Tiramisubiskotten
ca 125 ml Orangensaft zum Tunken

500 ml Milch
1 Pkg. Vanillepuddingpuler

1000 g Mascarpone
250 g Topfen
100 g Staubzucker

8 EL Erdbeermarmelade

ca. 500 g Erdbeeren

Zubereitung:
1. Biskuit und Pudding am besten am Vorabend zubereiten.
2. Für das Biskuit eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten und bröseln und das Backrohr auf 180° vorheizen. Nun die Eier mit dem heißen Wasser und dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig weiß aufschlagen (das dauert etwas). Zum Schluss das Mehl unterheben. Die Masse in die Sprinform füllen und bei 180° für 50 min. backen (Bitte Stäbchenprobe machen!)
3. Vanillepudding laut Packungsanleitung mit 500 ml Milch zubereiten und dann mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank abkühlen lassen.
4. Am Serviertag werden die Erdbeeren geputzt, gewaschen und in feine Scheiben geschnitten (ein paar schöne Erdbeeren für die Deko im Ganzen aufheben), die Biskotten und der Orangensaft bereit gestellt und die Mascarpone/Topfen-Creme mit dem durchgemixten Pudding und dem Staubzucker vermengt.
5. Der Kuchen wird in der Mitte auseinander geschnitten. Was oben war, wird als Boden verwendet und der untere Teil wird umgedreht als Deckel verwendet - so hat man einen schönen geraden Abschluss.
6. Nun kommt der Boden in einen Tortenring - rundherum werden die Biskotten reingestellt(ohne Tunken).
7. Danach wird der Boden mit Erdbeermarmelade bestrichen und mit 1/3 der Creme bestrichen - darauf kommt die Hälfte der geschnittenen Erdbeeren. Darüber kommen in Orangensaft getränkte Biskotten. Darüber wieder 1/3 Creme, Erdbeeren und der Biskuitdeckel. Abgeschlossen wird mit der restlichen Creme. Und dann darf schon dekoriert werden.
Viel Spass und gutes Gelingen!






Montag, 29. Juni 2020

Misch-Brot ohne Sauerteig

Einige von euch haben mich um ein Brotrezept ohne Sauerteig gebeten. Ich selber bin ja überzeugt von Sauerteig-Broten, hab aber jetzt doch ein Misch-Brot-Rezept ohne Sauerteig für euch gemacht. Und wenns mal schnell gehen muss oder ich vergessen habe meinen Sauerteig anzufüttern ist es auch für mich auf jeden Fall eine gute Alternative. Die Menge ergibt einen kleinen Laib, da Germbrot nicht so lange hält. Wer aber mehr Esser hat, kann das Rezept gerne verdoppeln.


Zutaten:
300 g lauwarmes Wasser
150 g Weizenmehl
150 g Dinkelmehl
150 g Roggenmehl
5 g Brotgewürz
10 g Germ
10 g Salz
optional: 1 TL Kümmel

Zubereitung:
1. Zuerst werden alle Zutaten in die Rührschüssel gegeben (Salz und Germ sollten nicht  genau aufeinander liegen - am besten erst die Mehle und Gewürze in die Schüssel, dann alles vermischen und erst dann Wasser und Germ dazugeben.
2. Nun mit den Knethaken etwa 6 min. auf kleinster Stufe kneten.
3. Danach abgedeckt für 30 min. bei Zimmertemperatur gehen lassen.
4. Nun wird der Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zusammengeschlagen bzw. gefaltet und kommt ins bemehlte Simperl und wird abgedeckt.
5. Das Backrohr samt Blech auf 230° vorheizen.
6. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, kann das Brot auf das heiße Blech gestürzt und mit Wasser besprüht werden.
7. Sobald das Blech im Backrohr ist, wird auch der Backofenboden noch mit Wasser besprüht und dann die Backrohrtür geschlossen und das Brot für 50 min. bei 230° gebacken.
8. Nach der Backzeit auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Samstag, 20. Juni 2020

Smarties Kuchen

Lange, lange kam jetzt aus meinem Backrohr nur Brot und Gebäck. Mein kleiner Mann wünscht sich aber schon seit längerer Zeit einen Schokokuchen mit Smarties - den habe ich nun gemacht - auch als Probe für seinen Geburtstag - denn auch da wird es so etwas in der Art werden. Es ist heuer das erste Mal dass er bezüglich seines Geburtstagskuchens Wünsche äußert. Es wird sein 4. Geburtstag und kurz danach feiert die kleine Schwester den 1. Geburtstag - ich hoffe nur wir haben dann endlich schönes Wetter, denn der viele Regen setzt meiner Laune schon etwas zu :D

Zutaten:
5 Eier
200 g Zucker
125 ml Öl
125 ml Wasser
200 g Mehl
1 Pkg. Backpulver
2 EL Backkakao

3-4 EL Marillenmarmelade

100 g Butter
200 g Schokolade (kontrolliert mal in der Süßigkeitenlade ob da auch noch ein Osterhase schlummert, der geschmolzen werden will)

Smarties für die Verzierung

Zubereitung:
1. Zuerst wird eine Springform (26 cm) vorbereitet (einbuttern und bröseln oder mit Backpapier belegen) und das Backrohr auf 180° (O/U-Hitze) vorgeheizt.
2. Nun werden die Eier mit dem Zucker schaumig weiß aufgeschlagen. Danach Öl und Wasser unterrühren und zum Schluss Mehl mit Backpulver und Kakao untergehoben.
3. Die Masse wird nun in die Springform gefüllt und bei 180° für etwa 40 min. gebacken (Bitte Stäbchenprobe machen - jeder Ofen backt anders).
4. Danach aus dem Backrohr nehmen - Backpapier darüber geben - ein Brett darauf drücken und umgedreht auskühlen lassen (so wird er oben und unten schön gerade).
5. Sobald der Kuchen ausgekühlt ist wird die Form vorsichtig gelöst.
6. Während die Schokoglasur in einem Topf bei kleiner Hitze geschmolzen wird (erst die Butter, dann die gehackte Schokolade dazu und immer schön rühren) wird der Kuchen mit Marillenmarmelade bestrichen.
7. Nun die Schokoglasur von der Mitte weg langsam in Kreisen über den Kuchen geben und zum Schluss den Kuchen vorsichtig schwenken, sodass sich die Glasur überall gut verteilt.
8. Nun kann nach Lust und Laune mit Smarties verziert werden.
Gutes Gelingen!






Dienstag, 5. Mai 2020

Roggen-Dinkel-Brot

Endlich wieder ein neues Brotrezept - ich bin ja eigentlich gar nicht sooo experimentierfreudig - ich hab eigentlich meine 2-3 Brote die ich immer mache, aber dann schafft es doch wieder mal ein Neues zu meiner Lieblingsliste. Das hier zum Beispiel. Habe ich nun schon ein paar mal gemacht und für sehr gut befunden. Viel Sauerteig, Roggen- und Dinkelmehl - perfekt!

Was sind eigentlich eure Lieblingsbrote von meinen Rezepten?



Zutaten:

500 g Sauerteig

270 g Roggenmehl (Typ 960)
150 g Dinkelmehl (Typ 700)
20 g Germ (kann auch weggelassen werden)
250 g lauwarmes Wasser (Achtung Angabe in g und nicht in ml)
15 g Salz (2 TL)
1-2 EL Brotgewürz gemahlen (je wie intensiv man die Gewürze gerne hat)

weiters: Roggenmehl für die Arbeitsfläche und zum Einschlagen

Zubereitung:
1. Am Vorabend wird aus 1-2 EL Anstellgut und 250 g Roggenmehl und 250 ml Wasser der Sauerteig in der Rührschüssel angesetzt. Dieser soll abgedeckt (am bestem mit einem Kunststoffdeckel) 8-12 h gehen.
2. Am Backtag wird zuerst wieder Anstellgut (1-2 EL) für das nächste mal backen entnommen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.
3. Dann wird der Sauerteig mit dem Wasser, Salz und Brotgewürz zu einer cremigen Konstistenz verrührt. (wer Germ verwendet bröckelt auch diesen in diesem Schritt dazu)
4. Danach kommen die restlichen Zutaten (Roggenmehl und Dinkelmehl) dazu und der Teig wird am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 4 h gehen lassen. Wer mit Germ backt, muss dem Teig nur etwa 1 h Zeit geben.
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt 1 h gehen lassen. Wer mit Germ backt braucht nur etwa 30 min. Zeit einplanen.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen und das Brot besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unterhalb des Blechs rein und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 45 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Montag, 20. April 2020

Karottenbrot

Ehrlich gesagt wollte ich nur was Neues ausprobieren - dass es gleich so wunderbar wird hätte ich nicht gedacht. Also gleich ein 2. mal gebacken und schwupps schon wieder aufgegessen, kann ich das Brot allen fleissigen Brotbäckern sehr ans Herz legen. Ich habe die Karotten grob geraspelt, wer sie gern feiner mag, kann sie natürlich feiner raspeln.
Viel Freude mit dem neuen Rezept!


Zutaten:
200 g Sauerteig

100 g grob geriebene Karotten
300 g lauwarmes Wasser
350 g Dinkelvollkornmehl
150 g Roggenmehl
10 g Salz

Zubereitung:
1. In gewohnter Weise etwa 12 h vor Teigbereitung den Sauerteig ansetzen. Nicht vergessen vor dem Verarbeiten wieder 1-2 EL entnehmen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren!
2. Nun wird das Wasser und das Salz zum Sauerteig gegeben und miteinander verrührt, bis sich alles gut vermengt hat. Jetzt die geraspelten Karotten dazugeben.
3. Dann Dinkelvollkornmehl und Roggenmehl dazugeben und mit dem Knethaken etwa 4 min. auf kleinster Stufe kneten lassen.
4. Nun darf der Teig abgedeckt (zB mit einem Kunststoffdeckel) 3-4 h gehen.
5. Danach wird er auf der bemehlten Arbeitsplatte mit einer Teigkarte zur Form gefalten und in ein bemehltes Gärkörbchen (oder in ein mit einem bemehlten Geschirrtuch ausgelegtem Gärkörbchen) gelegt und abgedeckt.
6. Im Gärkörbchen soll das Brot eine weitere Stunde gehen. Gegen Ende der Gehzeit wird das Backrohr inkl. Backblech auf 230° vorgeheizt.
7. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, wird das heiße Blech rausgenommen, das Brot darauf gestürzt, ins Rohr geschoben und dann etwa 100 ml Wasser am Backofenboden geschüttet. Danach schnell die Backrohrtür schließen und das Brot für 50-60 min. bei 230° (O/U-Hitze) backen.
8. Nach der Backzeit aus dem Rohr und vom Blech nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Dienstag, 14. April 2020

Jausenlaib

Wenn man mal seine Brote immer gut gebacken bekommt - dann möchte man mehr :D und zwar schöne Brote. Zumindest gehts mir so. Wenn man viel über Brote liest und Kochbücher schaut sieht man sie: diese wunderschönen Brote mit Kunstwerken drauf. Kunstwerk bekomm ich zwar keines hin aber mit diesem Muster bin ich schon sehr zufrieden. Mit ein paar Tricks und dem richtigen Teig ist es wirklich keine Hexerei.

Ja und ich wollte mal richtig große Brotscheiben - also ein sehr hohes Brot - damit mehr Nougatcreme aufs Brot passt. Auch das ist gelungen. Ich wünsche euch viel Freude - vor allem aber Erfolg mit dem neuen (Vollkorn-)Brot.

Weiters habe ich an meiner Reihenfolge die Zutaten zu vermengen eine Kleinigkeit verändert, was nix am Backergebnis ändert aber 1 Schüssel zum Abwaschen erspart - und das ist es mir auf jeden Fall wert. Ich setze den Sauerteig nun immer gleich in der Rührschüssel an und vermenge ihn am Backtag - bevor ich natürlich wieder 1-2 EL Anstellgut fürs nächste mal Backen fest verschlossen in den Kühlschrank gegeben habe - mit dem Wasser und den Gewürzen - verrühre das ganze gut und dann kommt das Mehl dazu bevor es mit dem Knethaken geknetet wird. Könnt ihr natürlich bei allen Rezepten so machen... Ja, und wer nicht so lange auf sein Brot warten möchte gibt einfach ca. 15 g Germ mit in den Teig und verkürzt sich die Wartezeit von 4-5 h auf etwa 1h. Also wie immer - total machbar!

Zutaten für einen Laib mit 860 g:
150 g Sauerteig (am besten am Vorabend aus 75 g Roggenmehl und 75 ml Wasser + Anstellgut vorbereiten)

300 g Wasser
150 g Roggenmehl
350 g Weizenvollkornmehl
10 g Salz
5 g Brotgewürz

Zubereitung:
1. Der vorbereitete Sauerteig wird erst mit dem Wasser, dem Salz und dem Brotgewürz vermengt (ich verrühre das ganze einfach per Hand).
2. Dann kommen Roggenmehl und Weizenvollkornmehl dazu und die Küchenmaschine knetet den Teig dann etwa 4 min. auf kleinster Stufe. Dieser Teig ist etwas fester als gewohnt und löst sich schön vom Schüsselrand.
3. Abgedeckt darf dieser dann etwa 4-5 h bei Zimmertemperatur gehen.
4. Nach der Gehzeit wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte mehrere Runden gefaltet. Also immer vom Rand zur Mitte den Teig schlagen - einige Runden lang. Danach wird der Laib gewendet und ihr habt eine schöne glatte Oberfläche. So lässt ihr den Teig nochmal 1 h gehen.
5.Nach etwa 1/2 h wird das Backrohr auf 250° (O/U-Hitze) samt Backblech vorgeheizt.
6. Sobald das Backrohr die Temperatur erreicht hat, wird der Brotlaib mit gesiebtem Mehl bestäubt und kommt dann auf das heiße Blech.
7. Jetzt schneidet ihr mit einem sehr scharfen Messer ein Muster nach Belieben. Ich habe in der Mitte einen etwas dickeren Schnitt gemacht und dann seitlich "Ähren" versucht zu machen.
8. Das Brot wird NICHT mit Wasser besprüht sondern kommt direkt ins Backrohr. Ins untere Teil des Backrohrs - also unterhalb des Blechs mit dem Brot schüttet ihr etwa 100 ml Wasser und schließt sofort die Ofentür.
9. Nach 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot etwa 40-45 min. fertig gebacken - bitte ein Auge drauf - jeder Ofen backt anders.
Gutes Gelingen!





Dienstag, 7. April 2020

Osterstriezerl for one

Ostern ohne Verwandtschaft - wie wird das bloß? Und wer soll den ganzen Striezel essen? Also machen wir einfach 6 kleine Striezel und die Kinder bekommen einen ganzen ins Osternest und der Oma stellen wir einen vor die Tür? Was haltet ihr davon? Und wenn die Familie groß genug ist könnt ihr mit dem Rezept natürlich auch einen großen Striezel backen.

Ich habe die Ministriezerl einfach wie Mohnflesserl gemacht (Anleitungsvideo auf Instagram in den Highlights unter Mohnflesserl).
Viel Freude mit dem Rezept!

Zutaten:
500 g Weizenmehl
250 ml Milch
1 Pkg. Trockengerm oder 1/2 Würfel Frischgerm
1 Prise Salz
125 ml Öl
2 Dotter
100 g Zucker

1 Ei verquirrlt
Hagelzucker

Zubereitung:
1. Zuerst werden Milch, Öl und Germ in einem Topf am Herd leicht erwärmt.
2. Die trockenen Zutaten in eine Rührschüssel geben, die Eidotter dazu und die warme Milchmasse darübergeben.
2. Nun den Teig etwa 4 min. langsam kneten lassen. Danach abdecken und etwa 1h gehen lassen.
3. Nach der Gehzeit den Teig in 6 gleiche Stücke teilen und zu Striezerl formen.
4. Die Striezerl nun am Backpapier und am Backblech  mit einem verquirrltem Ei bestreichen und nochmal 1/2 h gehen lassen. Nun kann auch das Backrohr auf 180° O/U-Hitze vorgeheizt werden.
5. Nach der Gehzeit werden die Striezerl nochmal mit Ei eingestrichen und mit Hagelzucker bestreut und für 20 min. bei 180° gebacken.
6. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Freitag, 3. April 2020

Dinkelbrot

Ihr seid der Hammer - so viele talentierte Brot-Bäckerinnen unter meinen Lesern. Mich erreichen eigentlich täglich tolle Bilder von euren Broten - und sie schmecken euch so - das freut mich ganz besonders.
Und weil jeder verschiedene Mehle zu Hause hat, solls für jeden ein passendes Rezept geben. Heute also eins für Dinkelbrot. Entschuldigt bitte den unsauberen Anschnitt - das passiert wenn man Brot zu warm anschneidet - aber meine Männer im Haus konnten nicht mehr länger warten.

Ach ja: ihr könnt euch gerne jederzeit bei aufkommenden Fragen bei mir melden. Und auch bei Verbesserungsvorschlägen - ich bin ja auch nur eine Hobbybäckerin - falls ihr Fehler in meinen Rezepten findet oder Vorschläge habt wie etwas besser funktioniert - ich freue mich immer über Feedback.


Zutaten:
500 g Sauerteig
280 g Wasser lauwarm
250 g Dinkelmehl
150 g Dinkelvollkornmehl
15 g Salz
1-2 EL Brotgewürz

Zubereitung:
1. Zuerst werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 3-4 h gehen lassen. (Wer nicht so lange warten möchte gibt 20 g Germ in den Teig und muss nur 1 h warten.)
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt ca. 1 h gehen lassen.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unten rein und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 45-50 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!



Donnerstag, 2. April 2020

Roggenweckerl

Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen meine Rezepte backen - vor allem bei den Brotrzepten bekomme ich gerade so viele Rückmeldungen. Das freut mich so sehr, dass ich mir dachte: Jetzt wo alle Sauerteig haben, müssen mehr Rezepte damit her, damit er nicht vergessen wird und regelmäßig gefüttert wird.
Also 1x pro Woche soll er aus dem Kühlschrank raus und angefüttert werden. Wollt ihr mal nichts backen füttert ihn einfach mit nur 1 EL Mehl und 1 EL Wasser, lasst ihn 12 h bei Zimmtertemperatur und danach hält er es wieder 1 Woche im Kühlschrank aus.
So ein Sauerteig hat ein bisschen was von einem Tamagotchi, falls das noch wer kennt :D

Nun also ein neues Sauerteigrezept: Roggenweckerl - ich freu mich wenn ihr sie ausprobiert.

Zutaten:
250 g Sauerteig

250 g Roggenmehl
100 ml Wasser lauwarm
10 g Salz
1 TL Kümmel gemahlen (oder Brotgewürz)

wer mag: Kümmel ganz zum Bestreuen

Zubereitung:
1. Zuallererst wird der Sauerteig angefüttert. Dazu in gewohnter Manier 125 g Roggenmehl, mit 125 ml Wasser und dem Anstellgut aus dem Kühlschrank verrühren und 12 h reifen lassen.
2. Vor dem Backen nicht vergessen wieder etwas vom Sauerteig abzweigen und in den Kühlschrank geben.
3. Nun alle Zutaten in die Rührschüssel geben und ca 4-5 min. auf kleinster Stufe kneten lassen.
4. Danach etwa 3-4 h abgedeckt gehen lassen (oder wenn es Abend ist kann er langsam im Kühlschrank über Nacht gehen - morgens etwa 1 h vor Bearbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.)
5. Nun den Teig in 6 gleich große Stücke teilen, rund schleifen und dann flach zu einem Oval drücken und dann zur Mitte hin einschlagen. An den Enden zu Spitzen "zwirbeln". Mit der Naht nach unten auf Backpapier legen und abdecken.
6. Jetzt wird das Backrohr samt Backblech bei 250° vorgeheizt.
7. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, werden die Weckerl umgedreht mit der Naht nach oben und kräftig mit Wasser besprüht. Wer mag, kann die Weckerl jetzt auch noch mit zB. Kümmel bestreuen.
8. Nun dürfen die Weckerl samt Backpapier auf das heiße Backblech und kommen für 20 min. bei 250°  (O/U-Hitze) ins Backrohr, dass in der unteren Hälfte auch noch kräftig mit Wasser besprüht wird.
Nach der Backzeit auf einem Gitter auskühlen lassen und genießen.
Gutes Gelingen!




Sonntag, 22. März 2020

(Werbung) Schokomuffins mit Butter


Und hier ist mein 2. Schokomuffins-Rezept - mein liebstes Schokomuffins-Rezept. Wahrscheinlich weil darin Butter ist und ihr wisst ja Butter macht alles ein Stück besser :D
Ein Teil der grob gehackten Schokolade kommt oben auf den Teig - das sorgt für die - wie ich finde - schöne Optik.
Das tolle Muffinrad gibt es derzeit bei tchibo.at in der Themenwelt "Frohes Brunchen" - Aber nicht nur das - es gibt noch weitere tolle Produkte - die zeige ich euch weiter unten. Werbung.


Zutaten:
120 g weiche Butter
100 g Zucker
1 Pkg. Vanillezucker
3 Eier
200 g Mehl
25 g Backkakao
1 Prise Salz
1/2 Pkg. Backpulver
175 ml Milch
200 g gehackte Schokolade

Zubereitung:
1. Zuerst wird ein Muffinblech mit 12 Papierförmchen ausgelegt und das Backrohr auf 180° vorgeheizt, sowie die Schokolade grob gehackt (außer ihr verwendet Schokodrops oder ähnliches)
2. Nun wird die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig gemixt.
3. Dann werden die Eier einzeln untergerührt.
4. Jetzt werden Mehl, Kakao, Salz, Backpulver und Milch hinzugefügt und so kurz als möglich miteinander verrührt.
5. Zum Schluss werden 2/3 der Schokolade per Hand untergehoben und die Masse am besten mit einem Esslöffel auf die 12 Formen verteilt. Die restliche Schokolade wird ebenso auf die 12 befüllten Förmchen oben drauf verteilt.
6. Nun dürfen die Muffins für 25 min. bei 180° ins Backrohr. Danach aus dem Backrohr und aus der Form nehmen und auskühlen lassen.
Gutes Gelingen.