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Samstag, 4. Dezember 2021

Roggen-Weizenbrot

 Tatsächlich habe ich in letzter Zeit einige Brote ausprobiert aber die hatten es nicht bis hier her geschafft weil sie eben nicht so der Knaller waren. Aber hier hab ich wieder mal ein Knallerbrot! Zumindest für mich. Ich hoff euch schmeckts auch so.

Zutaten:

500 g Sauerteig

270 g Weizenbrotmehl (Typ 1600) alternativ: Vollkornweizenmehl
150 g Roggenmehl (Typ 960)
20 g Germ (kann auch weggelassen werden)
250 g lauwarmes Wasser (Achtung Angabe in g und nicht in ml)
15 g Salz (2 TL)
1-2 EL Brotgewürz gemahlen (je wie intensiv man die Gewürze gerne hat)

weiters: Roggenmehl für die Arbeitsfläche und zum Einschlagen

Zubereitung:
1. Am Vorabend wird aus 1-2 EL Anstellgut und 250 g Roggenmehl und 250 ml Wasser der Sauerteig in der Rührschüssel angesetzt. Dieser soll abgedeckt (am bestem mit einem Kunststoffdeckel) 8-12 h gehen.
2. Am Backtag wird zuerst wieder Anstellgut (1-2 EL) für das nächste mal Backen entnommen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.
3. Dann wird der Sauerteig mit dem Wasser, Salz und Brotgewürz zu einer cremigen Konstistenz verrührt. (wer Germ verwendet bröckelt auch diesen in diesem Schritt dazu)
4. Danach kommen die restlichen Zutaten (Roggenmehl und Weizenmehl) dazu und der Teig wird am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch oder Kunststoffdeckel) für ca. 4 h gehen lassen. Wer mit Germ backt, muss dem Teig nur etwa 1 h Zeit geben.
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt 1 h gehen lassen. Wer mit Germ backt braucht nur etwa 30 min. Zeit einplanen.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech/Brotbacktopf auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech oder in einen Brotbacktopf gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen und das Brot besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unterhalb des Blechs rein sofern ihr am Blech backt und schließt das Backrohr. Wer in einem Topf mit Deckel backt braucht gar kein Wasser.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 45 min. fertig gebacken. Beim Backen im Brotbacktopf nehme ich die letzten 10 min. den Deckel ab.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gutes Gelingen!







Mittwoch, 22. September 2021

Sauerteig Mischbrot

 So endlich ist wieder die für mich passende Jahreszeit zum Brotbacken - über den Sommer war ich zugegebenermaßen etwas faul. Aber meinen Sauerteig hab ich dennoch immer wieder mal gefüttert und so hab ich ihn noch immer - mittlerweile echt schon etwa 2 Jahre.

Dieses mal wollte ich mal ein helles Brot in Richtung Hausbrot vom Bäcker. Ich bin super zufrieden und im Topf gebacken wurde es auch richtig hoch so wie mir das super gefällt.

Zum Topf verlinke ich euch ganz unten einen Amazon Affilate Link - ich hab mich für einen ganz günstigen Topf entschieden, weil ich einfach nicht so viel Geld dafür ausgeben wollte. Ich bin mit dem komplett zufrieden.

Zutaten:

500 g Sauerteig
280 g Dinkelmehl
170 g Weizenmehl
250 g lauwarmes Wasser
(20 g Germ)
15 g Salz
2 EL Brotgewürz

Zubereitung:

1. Am Vorabend wird aus 1-2 EL Anstellgut und 250 g Roggenmehl und 250 ml Wasser der Sauerteig in der Rührschüssel angesetzt. Dieser soll abgedeckt (am bestem mit einem Kunststoffdeckel) 8-12 h gehen.
2. Am Backtag wird zuerst wieder Anstellgut (1-2 EL) für das nächste mal backen entnommen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt.
3. Dann wird der Sauerteig mit dem Wasser, Salz und Brotgewürz zu einer cremigen Konstistenz verrührt. (wer Germ verwendet bröckelt auch diesen in diesem Schritt dazu)
4. Danach kommen die restlichen Zutaten (Weizenmehl und Dinkelmehl) dazu und der Teig wird am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 4 h gehen lassen. Wer mit Germ backt, muss dem Teig nur etwa 1 h Zeit geben.
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt 1 h gehen lassen. Wer mit Germ backt braucht nur etwa 30 min. Zeit einplanen.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech bzw. Brotbacktopf auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech oder in den heißen Brotbacktopf gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen und das Brot besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unterhalb des Blechs rein - wer mit einem Topf backt braucht kein Wasser - und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot wird für 45 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!










Dienstag, 27. Oktober 2020

Bauernlaib 1,5kg - 20% versäuert

 Bevor Gerüchte aufkommen, dass ich mit 2 Kindern gar nicht mehr zum Backen komme, muss ich doch mal wieder einen Blogbeitrag machen :D

Tatsächlich backe ich sehr viel - vor allem Brot wird so gut wie gar keines mehr gekauft - aber zum fotografieren und schreiben komme ich wirklich nur mehr sehr schwer. Also bitte nicht böse sein - ich freue mich wenn ihr meine vorhandenen Rezepte dennoch verwendet.

Das heutige Brot ergibt einen 1,5 kg Laib. Ich verwende dafür das normale 1 kg Simperl. Für das Rezept benötigt ihr 300 g Sauerteig - dafür in gewohnter Manier 150 g Roggenmehl + 150 ml Wasser mit dem Anstellgut verrühren und mind. 6 h reifen lassen. Danach wieder 1-2 EL Anstellgut entnehmen und fest verschlossen bis zum nächsten Backen im Kühlschrank aufbewahren.


Zutaten:

300 g Sauerteig
600 ml = 550 g lauwarmes Wasser
600 g Roggenmehl
250 g Dinkel(vollkorn)mehl
20 g Salz
2 EL Brotgewürz

(wer nicht viel Zeit hat: 1/2 Würfel Germ)

Zubereitung:

1. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe kneten.

2. Diesen Teig abgedeckt für etwa 4 h gehen lassen (wer Germ dazugegeben hat muss nur 1 h warten). Wer den Teig allerdings gerne über Nacht gehen lassen möchte, deckt ihn mit einem Geschirrtuch ab und lässt ihn im Kühlschrank - das ist die sogenannte Übernacht-Gare - langsam kalt gehen.

3. Danach wird der Teig auf einer mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche am besten mit einer Teigspachtel gefaltet (ein Anleitungsvideo findet ihr in den Highlights auf meiner Instagram Seite) und in ein bemehltes Gärkörbchen gegeben. Hier darf das Brot abgedeckt nochmal mind. 1 h gehen (bzw. 1/2 h für alle die Germ mit in den Teig gegeben haben)

4. In dieser Zeit wird das Backrohr samt Blech auf 250° O/U-Hitze vorgeheizt.

5. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, wird das heiße Blech rausgenommen und das Brot aus dem Gärkörbchen auf das heiße Blech gestürzt.

6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unten rein und schließt das Backrohr.

7. Nach ca 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot noch 45 min. fertig gebacken.

8. Nach der Backzeit wird das Brot aus dem Backrohr genommen und darf auf einem Gitter auskühlen.

Gutes Gelingen!







Montag, 7. September 2020

Roggenweckerl aus Sauerteig

 Reine Sauerteigweckerl, reine Roggenweckerl - so ganz ohne Gewürze. Nur Mehl, Wasser und Salz. Sowas hatte ich schon lange im Kopf und nun endlich umgesetzt. Wer mag kann natürlich etwas Brotgewürz oder Kümmel dazugeben - ich finde sie allerdings ohne Gewürze auch ganz toll.

Das Rezept ergibt 9 große Weckerl - wer für seine Kindergartenkinder Gebäck macht, kann allerdings 12 Stück formen. Fertig gebacken lassen sie sich toll einfrieren - ich leg dann immer am Vorabend 1 Stück auf die Arbeitsfläche für den Folgekindergartentag. Wer vergisst, kann es auch morgens mit ein bisschen Dampf im Backofen aufbacken. 

Zutaten:

600 g Sauerteig (300 g Roggenmehl + 300 ml Wasser lauwarm + 1-2 EL Anstellgut)

200 ml Wasser lauwarm

320 g Roggenmehl

15 g Salz


Zubereitung:

Zuerst wird der Sauerteig zubereitet:

Dazu 300 ml Wasser mit 300 g Roggenmehl und 1-2 EL Anstellgut verrühren und 8-14 h bei Raumtemperatur abgedeckt stehen lassen.

Bevor der Teig geknetet wird, wieder 1-2 EL Sauerteig (Anstellgut) entnehmen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren.

Nun wird aus dem Sauerteig, 200 ml Wasser, 320 g Roggenmehl und 15 g Salz der Teig etwa 7 min. auf kleinster Stufe geknetet. Dieser darf nun abgedeckt zumindest 4 h rasten.

Danach wird das Backrohr samt Blech auf 250° vorgeheizt.

Der Teig wird auf 9-12 Stücke portioniert und am besten mit Hilfe einer Teigkarte auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu Weckerl gefaltet. Diese legt ihr am besten auf Backpapier, dass ihr dann im Ganzen auf das heiße Blech ziehen könnt. Bis das Backrohr die Temperatur erreicht hat, lasst ihr die Weckerl abgedeckt ruhen. Dann kommen die Weckerl am Backpapier auf das heiße Blech und ihr besprüht den unteren Teil des Backrohrs kräftig mit Wasser.

Die Weckerl backen nun 15 min. bei 250°, danach reduziert ihr die Hitze auf 200° und lasst sie 20 min. fertig backen. Nach der Backzeit aus dem Rohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gutes Gelingen!







Montag, 20. April 2020

Karottenbrot

Ehrlich gesagt wollte ich nur was Neues ausprobieren - dass es gleich so wunderbar wird hätte ich nicht gedacht. Also gleich ein 2. mal gebacken und schwupps schon wieder aufgegessen, kann ich das Brot allen fleissigen Brotbäckern sehr ans Herz legen. Ich habe die Karotten grob geraspelt, wer sie gern feiner mag, kann sie natürlich feiner raspeln.
Viel Freude mit dem neuen Rezept!


Zutaten:
200 g Sauerteig

100 g grob geriebene Karotten
300 g lauwarmes Wasser
350 g Dinkelvollkornmehl
150 g Roggenmehl
10 g Salz

Zubereitung:
1. In gewohnter Weise etwa 12 h vor Teigbereitung den Sauerteig ansetzen. Nicht vergessen vor dem Verarbeiten wieder 1-2 EL entnehmen und fest verschlossen im Kühlschrank aufbewahren!
2. Nun wird das Wasser und das Salz zum Sauerteig gegeben und miteinander verrührt, bis sich alles gut vermengt hat. Jetzt die geraspelten Karotten dazugeben.
3. Dann Dinkelvollkornmehl und Roggenmehl dazugeben und mit dem Knethaken etwa 4 min. auf kleinster Stufe kneten lassen.
4. Nun darf der Teig abgedeckt (zB mit einem Kunststoffdeckel) 3-4 h gehen.
5. Danach wird er auf der bemehlten Arbeitsplatte mit einer Teigkarte zur Form gefalten und in ein bemehltes Gärkörbchen (oder in ein mit einem bemehlten Geschirrtuch ausgelegtem Gärkörbchen) gelegt und abgedeckt.
6. Im Gärkörbchen soll das Brot eine weitere Stunde gehen. Gegen Ende der Gehzeit wird das Backrohr inkl. Backblech auf 230° vorgeheizt.
7. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, wird das heiße Blech rausgenommen, das Brot darauf gestürzt, ins Rohr geschoben und dann etwa 100 ml Wasser am Backofenboden geschüttet. Danach schnell die Backrohrtür schließen und das Brot für 50-60 min. bei 230° (O/U-Hitze) backen.
8. Nach der Backzeit aus dem Rohr und vom Blech nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Dienstag, 14. April 2020

Jausenlaib

Wenn man mal seine Brote immer gut gebacken bekommt - dann möchte man mehr :D und zwar schöne Brote. Zumindest gehts mir so. Wenn man viel über Brote liest und Kochbücher schaut sieht man sie: diese wunderschönen Brote mit Kunstwerken drauf. Kunstwerk bekomm ich zwar keines hin aber mit diesem Muster bin ich schon sehr zufrieden. Mit ein paar Tricks und dem richtigen Teig ist es wirklich keine Hexerei.

Ja und ich wollte mal richtig große Brotscheiben - also ein sehr hohes Brot - damit mehr Nougatcreme aufs Brot passt. Auch das ist gelungen. Ich wünsche euch viel Freude - vor allem aber Erfolg mit dem neuen (Vollkorn-)Brot.

Weiters habe ich an meiner Reihenfolge die Zutaten zu vermengen eine Kleinigkeit verändert, was nix am Backergebnis ändert aber 1 Schüssel zum Abwaschen erspart - und das ist es mir auf jeden Fall wert. Ich setze den Sauerteig nun immer gleich in der Rührschüssel an und vermenge ihn am Backtag - bevor ich natürlich wieder 1-2 EL Anstellgut fürs nächste mal Backen fest verschlossen in den Kühlschrank gegeben habe - mit dem Wasser und den Gewürzen - verrühre das ganze gut und dann kommt das Mehl dazu bevor es mit dem Knethaken geknetet wird. Könnt ihr natürlich bei allen Rezepten so machen... Ja, und wer nicht so lange auf sein Brot warten möchte gibt einfach ca. 15 g Germ mit in den Teig und verkürzt sich die Wartezeit von 4-5 h auf etwa 1h. Also wie immer - total machbar!

Zutaten für einen Laib mit 860 g:
150 g Sauerteig (am besten am Vorabend aus 75 g Roggenmehl und 75 ml Wasser + Anstellgut vorbereiten)

300 g Wasser
150 g Roggenmehl
350 g Weizenvollkornmehl
10 g Salz
5 g Brotgewürz

Zubereitung:
1. Der vorbereitete Sauerteig wird erst mit dem Wasser, dem Salz und dem Brotgewürz vermengt (ich verrühre das ganze einfach per Hand).
2. Dann kommen Roggenmehl und Weizenvollkornmehl dazu und die Küchenmaschine knetet den Teig dann etwa 4 min. auf kleinster Stufe. Dieser Teig ist etwas fester als gewohnt und löst sich schön vom Schüsselrand.
3. Abgedeckt darf dieser dann etwa 4-5 h bei Zimmertemperatur gehen.
4. Nach der Gehzeit wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte mehrere Runden gefaltet. Also immer vom Rand zur Mitte den Teig schlagen - einige Runden lang. Danach wird der Laib gewendet und ihr habt eine schöne glatte Oberfläche. So lässt ihr den Teig nochmal 1 h gehen.
5.Nach etwa 1/2 h wird das Backrohr auf 250° (O/U-Hitze) samt Backblech vorgeheizt.
6. Sobald das Backrohr die Temperatur erreicht hat, wird der Brotlaib mit gesiebtem Mehl bestäubt und kommt dann auf das heiße Blech.
7. Jetzt schneidet ihr mit einem sehr scharfen Messer ein Muster nach Belieben. Ich habe in der Mitte einen etwas dickeren Schnitt gemacht und dann seitlich "Ähren" versucht zu machen.
8. Das Brot wird NICHT mit Wasser besprüht sondern kommt direkt ins Backrohr. Ins untere Teil des Backrohrs - also unterhalb des Blechs mit dem Brot schüttet ihr etwa 100 ml Wasser und schließt sofort die Ofentür.
9. Nach 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot etwa 40-45 min. fertig gebacken - bitte ein Auge drauf - jeder Ofen backt anders.
Gutes Gelingen!





Freitag, 3. April 2020

Dinkelbrot

Ihr seid der Hammer - so viele talentierte Brot-Bäckerinnen unter meinen Lesern. Mich erreichen eigentlich täglich tolle Bilder von euren Broten - und sie schmecken euch so - das freut mich ganz besonders.
Und weil jeder verschiedene Mehle zu Hause hat, solls für jeden ein passendes Rezept geben. Heute also eins für Dinkelbrot. Entschuldigt bitte den unsauberen Anschnitt - das passiert wenn man Brot zu warm anschneidet - aber meine Männer im Haus konnten nicht mehr länger warten.

Ach ja: ihr könnt euch gerne jederzeit bei aufkommenden Fragen bei mir melden. Und auch bei Verbesserungsvorschlägen - ich bin ja auch nur eine Hobbybäckerin - falls ihr Fehler in meinen Rezepten findet oder Vorschläge habt wie etwas besser funktioniert - ich freue mich immer über Feedback.


Zutaten:
500 g Sauerteig
280 g Wasser lauwarm
250 g Dinkelmehl
150 g Dinkelvollkornmehl
15 g Salz
1-2 EL Brotgewürz

Zubereitung:
1. Zuerst werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 3-4 h gehen lassen. (Wer nicht so lange warten möchte gibt 20 g Germ in den Teig und muss nur 1 h warten.)
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt ca. 1 h gehen lassen.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unten rein und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 45-50 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!



Donnerstag, 2. April 2020

Roggenweckerl

Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Menschen meine Rezepte backen - vor allem bei den Brotrzepten bekomme ich gerade so viele Rückmeldungen. Das freut mich so sehr, dass ich mir dachte: Jetzt wo alle Sauerteig haben, müssen mehr Rezepte damit her, damit er nicht vergessen wird und regelmäßig gefüttert wird.
Also 1x pro Woche soll er aus dem Kühlschrank raus und angefüttert werden. Wollt ihr mal nichts backen füttert ihn einfach mit nur 1 EL Mehl und 1 EL Wasser, lasst ihn 12 h bei Zimmtertemperatur und danach hält er es wieder 1 Woche im Kühlschrank aus.
So ein Sauerteig hat ein bisschen was von einem Tamagotchi, falls das noch wer kennt :D

Nun also ein neues Sauerteigrezept: Roggenweckerl - ich freu mich wenn ihr sie ausprobiert.

Zutaten:
250 g Sauerteig

250 g Roggenmehl
100 ml Wasser lauwarm
10 g Salz
1 TL Kümmel gemahlen (oder Brotgewürz)

wer mag: Kümmel ganz zum Bestreuen

Zubereitung:
1. Zuallererst wird der Sauerteig angefüttert. Dazu in gewohnter Manier 125 g Roggenmehl, mit 125 ml Wasser und dem Anstellgut aus dem Kühlschrank verrühren und 12 h reifen lassen.
2. Vor dem Backen nicht vergessen wieder etwas vom Sauerteig abzweigen und in den Kühlschrank geben.
3. Nun alle Zutaten in die Rührschüssel geben und ca 4-5 min. auf kleinster Stufe kneten lassen.
4. Danach etwa 3-4 h abgedeckt gehen lassen (oder wenn es Abend ist kann er langsam im Kühlschrank über Nacht gehen - morgens etwa 1 h vor Bearbeitung aus dem Kühlschrank nehmen.)
5. Nun den Teig in 6 gleich große Stücke teilen, rund schleifen und dann flach zu einem Oval drücken und dann zur Mitte hin einschlagen. An den Enden zu Spitzen "zwirbeln". Mit der Naht nach unten auf Backpapier legen und abdecken.
6. Jetzt wird das Backrohr samt Backblech bei 250° vorgeheizt.
7. Sobald das Backrohr die Temperatur hat, werden die Weckerl umgedreht mit der Naht nach oben und kräftig mit Wasser besprüht. Wer mag, kann die Weckerl jetzt auch noch mit zB. Kümmel bestreuen.
8. Nun dürfen die Weckerl samt Backpapier auf das heiße Backblech und kommen für 20 min. bei 250°  (O/U-Hitze) ins Backrohr, dass in der unteren Hälfte auch noch kräftig mit Wasser besprüht wird.
Nach der Backzeit auf einem Gitter auskühlen lassen und genießen.
Gutes Gelingen!




Dienstag, 14. Januar 2020

Roggenlaib

Ich muss zugeben meine Weihnachtspause dauerte länger als gedacht. Leider ist meine kleine Maus seit November mehr krank als fit und als Draufgabe zum Zwicken gibts jetzt auch noch Zahnen. Ihr werdet verstehen, dass da kaum Zeit zum Backen bzw. zum Bloggen bleibt. Ich spielte sogar mit dem Gedanken, das Bloggen ganz sein zu lassen. Aber gerade jetzt habe ich schon so viele mit meinem Brotback-Fieber angesteckt. Und das freut mich so sehr. Regelmäßig werde ich angesprochen, dass jetzt auch Brot gebacken wird. Es gibt echt keinen besseren Lohn für mich. Danke! Ich habe nun auch einen eigenen neuen Menüpunkt nur für Brote und Gebäck angelegt. Am PC seht ihr das oben im Menü - am Handy müsst ihr dazu einfach einmal auf Startseite klicken um das Menü zu öffnen.

Der Backofen blieb also nicht ganz kalt - ich habe ein neues Brot probiert. Heute zum 2. mal gebacken um das Rezept auf Fehler zu prüfen und es hat nun das OK für den Blog bekommen :)
Ein reines Roggenbrot. Ich finde es klasse. Und ihr?

Nachtrag: Im Rezept erkläre ich euch nun auch wie ihr das Brot ganz ohne Germ backt - es funktioniert genauso, schmeckt genauso - benötigt nur etwas mehr Zeit.



Zutaten:
500 g Sauerteig
420 g Roggenmehl (Typ 960)
(15 g Germ (vom Würfel))
350 ml Wasser lauwarm
15 g Salz
2 TL Brotgewürz
1 TL Kümmel ganz
wer Kümmel gern hat gibt noch 1 TL gemahlenen Kümmel dazu

Zubereitung:
1. Sauerteig aus 250g Roggenmehl und 250 ml lauwarmen Wasser am Vorabend mit einer kleinen Menge Sauerteig verrühren und über Nacht abgedeckt gehen lassen.
2. Am Backtag werden alle Zutaten in eine Schüssel gegeben und mit dem Knethaken auf kleinster Stufe etwa 5 min. geknetet.
3. Dieser Teig darf dann abgedeckt mind. für 1 h gehen - wer ohne Germ backt gibt dem Teig mind. 3 h Zeit.
4. Danach den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und mit Hilfe einer Teigkarte flach drücken und einschlagen/falten zur gewünschten Form.
5. In ein mit einem Geschirrtuch ausgelegtem und bemehlten Gärbkörbchen geben und abgedeckt gehen lassen. (mit Germ ca. 1/2 h, ohne Germ etwa 1h)
6. Backrohr inkl. Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
7. Das Brot auf das heiße Backblech stürzen und das Backrohr im unteren Teil großzügig mit Wasser besprühen oder ca 100 ml Wasser direkt unten rein schütten. Dann das Backrohr schließen und für ca. 15 min. bei 250° backen.
8. Danach die Hitze auf 180° reduzieren und für ca. 50 min. fertig backen. (Bitte die letzten 15 min. ein Auge darauf haben - jeder Ofen backt anders).
9. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und das Brot auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!




Donnerstag, 28. November 2019

Sauerteig

Sauerteig ist ein in Gärung befindlicher Teig aus Mehl und Wasser. In diesem Fall erkläre ich euch die Bereitung eines Roggensauerteiges:

Tag 1:
100 g Roggenmehl Typ 960 + 100 g Wasser (ca. 25° warm) vermischen und 24 Stunden bei Raumtemperatur bei aufgelegtem Deckel (nicht verschließen) reifen lassen.

Tag 2:
100 g Roggenmehl + 100 g Wasser beigeben und wieder 24 h reifen lassen.

Tag 3:
50 g Roggenmehl + 50 g Wasser beigeben und wieder 24 h reifen lassen

Tag 4:
50 g Roggenmehl + 50 g Wasser beigeben und noch mind. 12 h reifen lassen.

Dieser so gewonnene Sauerteig (600 g) ist für die Roggenbrotherstellung reif. Er kann immer wieder mit Wasser und Roggenmehl im Verhältnis 1:1 aufgefrischt werden.

Ergänzung: Bei wenigen Lesern war der Sauerteig nach Tag 4 noch nicht reif (er hat keine Blasen geschlagen und war nicht luftig) - diese haben einfach noch einen Tag weitergefüttert und dann war auch dieser bereit. Also falls er nach Tag 4 noch nicht so aussieht wie er soll bitte noch einen weiteren Tag Zeit geben.

Ihr könnt natürlich auch eine kleinere Menge ansetzen. zB 20g Mehl + 20 ml Wasser.

Im Kühlschrank bewahrt ihr immer nur 1-2 EL davon auf und vor dem nächsten Brotbacktag gebt ihr die benötigte Menge Mehl + Wasser + diese 1-2 EL vom Kühlschrank in einen Behälter, vermixt es und habt am nächsten Tag euren Sauerteig fürs Brot. Und nicht vergessen: wieder 1-2 EL davon entnehmen und fürs nächste Mal backen im Kühlschrank fest verschlossen aufbewahren.

Im Kühlschrank hält der Sauerteig mind. 1 Woche. Solltet ihr mal länger kein Brot backen, nehmt ihn am besten nach etwa 1 Woche raus, füttert ihn mit nur 1 EL Mehl und 1 EL Wasser, lasst ihn 12 h bei Zimmertemperatur reifen und gebt ihn dann wieder fest verschlossen für maximal 1 Woche in den Kühlschrank.

Montag, 28. Oktober 2019

Bauernbrot mit 50% Sauerteig

Ja, ich gebe zu ich musste mich auch an das Thema Brotbacken mit Sauerteig erst herantasten. Wenn man aber mal Sauerteigbrot gebacken und vor allem gegessen hat, möchte man es nicht mehr missen. Und jetzt wo die Tage wieder kürzer werden und man wieder mehr Zeit im Haus verbringt, gibt es nichts besseres als der Duft von frisch gebackenem Brot im Haus während die Kinder im Haus spielen, oder?
 


Bauernbrot mit Sauerteig (50% versäuert)


Ich habe heute ein Rezept für einen 1 kg-Laib für euch. Wie ihr zu dem angegebenen Sauerteig kommt erkläre ich unterhalb vom Rezept.

Zutaten:
250 g Roggenmehl (Typ 960)
170 g Weizenmehl (Typ 700)
500 g Sauerteig
20 g Germ (kann auch weggelassen werden)
250 g lauwarmes Wasser (Achtung Angabe in g und nicht in ml)
15 g Salz (2 TL)
1-2 EL Brotgewürz gemahlen (je wie intensiv man die Gewürze gerne hat)

weiters: Roggenmehl für die Arbeitsfläche und zum Einkneten

Zubereitung:
1. Zuerst werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 1 h gehen lassen. Wer ohne Germ backt, gibt dem Teig ca. 3-4 h Zeit.
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum Einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt ca. 30 min. gehen lassen. Wer ohne Germ backt gibt ihm jetzt nochmal etwa 1 h Zeit.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit  Wasser oder schüttet direkt etwa 100 ml Wasser unten rein und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 15 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 40-45 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!


Wie komme ich nun aber zu meinem Sauerteig?

Entweder selber ansetzen (das Rezept dazu findet ihr hier) oder im Supermarkt einen (flüssigen) kaufen. Wenn man danach regelmäßig Brot backt kann man seinen Sauerteig immer wieder weiter vermehren. Wenn ihr jemanden kennt, der regelmäßig backt könnt ihr bestimmt auch fragen ob ihr einen bekommt (es reicht eine Esslöffelmenge zum starten).
Ihr habt nun eine kleine Menge Sauerteig - das Rezept dass ihr backen wollt verlangt aber nach zB 500 g Sauerteig. Am Vorabend nehmt ihr die kleine Menge Sauerteig aus dem Kühlschrank, vermengt sie mit 250 g Roggenmehl und 250 g zimmerwarmen Wasser und lasst ihn über Nacht abgedeckt (am besten einen Kunststoffdeckel auflegen - nicht fest verschließen) bei Zimmertemperatur gehen. Vor dem Backen entnehmt ihr wieder 1-2 EL voll und gebt in vermengt mit 1 EL Roggenmehl und einem kleinen Schluck Wasser gut verschlossen in den Kühlschrank für das nächste mal backen. Mit dieser Aufbewahrungsart hält euer Sauerteig mind. 1 Woche.