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Dienstag, 14. April 2020

Jausenlaib

Wenn man mal seine Brote immer gut gebacken bekommt - dann möchte man mehr :D und zwar schöne Brote. Zumindest gehts mir so. Wenn man viel über Brote liest und Kochbücher schaut sieht man sie: diese wunderschönen Brote mit Kunstwerken drauf. Kunstwerk bekomm ich zwar keines hin aber mit diesem Muster bin ich schon sehr zufrieden. Mit ein paar Tricks und dem richtigen Teig ist es wirklich keine Hexerei.

Ja und ich wollte mal richtig große Brotscheiben - also ein sehr hohes Brot - damit mehr Nougatcreme aufs Brot passt. Auch das ist gelungen. Ich wünsche euch viel Freude - vor allem aber Erfolg mit dem neuen (Vollkorn-)Brot.

Weiters habe ich an meiner Reihenfolge die Zutaten zu vermengen eine Kleinigkeit verändert, was nix am Backergebnis ändert aber 1 Schüssel zum Abwaschen erspart - und das ist es mir auf jeden Fall wert. Ich setze den Sauerteig nun immer gleich in der Rührschüssel an und vermenge ihn am Backtag - bevor ich natürlich wieder 1-2 EL Anstellgut fürs nächste mal Backen fest verschlossen in den Kühlschrank gegeben habe - mit dem Wasser und den Gewürzen - verrühre das ganze gut und dann kommt das Mehl dazu bevor es mit dem Knethaken geknetet wird. Könnt ihr natürlich bei allen Rezepten so machen... Ja, und wer nicht so lange auf sein Brot warten möchte gibt einfach ca. 15 g Germ mit in den Teig und verkürzt sich die Wartezeit von 4-5 h auf etwa 1h. Also wie immer - total machbar!

Zutaten für einen Laib mit 860 g:
150 g Sauerteig (am besten am Vorabend aus 75 g Roggenmehl und 75 ml Wasser + Anstellgut vorbereiten)

300 g Wasser
150 g Roggenmehl
350 g Weizenvollkornmehl
10 g Salz
5 g Brotgewürz

Zubereitung:
1. Der vorbereitete Sauerteig wird erst mit dem Wasser, dem Salz und dem Brotgewürz vermengt (ich verrühre das ganze einfach per Hand).
2. Dann kommen Roggenmehl und Weizenvollkornmehl dazu und die Küchenmaschine knetet den Teig dann etwa 4 min. auf kleinster Stufe. Dieser Teig ist etwas fester als gewohnt und löst sich schön vom Schüsselrand.
3. Abgedeckt darf dieser dann etwa 4-5 h bei Zimmertemperatur gehen.
4. Nach der Gehzeit wird der Teig auf einer bemehlten Arbeitsplatte mehrere Runden gefaltet. Also immer vom Rand zur Mitte den Teig schlagen - einige Runden lang. Danach wird der Laib gewendet und ihr habt eine schöne glatte Oberfläche. So lässt ihr den Teig nochmal 1 h gehen.
5.Nach etwa 1/2 h wird das Backrohr auf 250° (O/U-Hitze) samt Backblech vorgeheizt.
6. Sobald das Backrohr die Temperatur erreicht hat, wird der Brotlaib mit gesiebtem Mehl bestäubt und kommt dann auf das heiße Blech.
7. Jetzt schneidet ihr mit einem sehr scharfen Messer ein Muster nach Belieben. Ich habe in der Mitte einen etwas dickeren Schnitt gemacht und dann seitlich "Ähren" versucht zu machen.
8. Das Brot wird NICHT mit Wasser besprüht sondern kommt direkt ins Backrohr. Ins untere Teil des Backrohrs - also unterhalb des Blechs mit dem Brot schüttet ihr etwa 100 ml Wasser und schließt sofort die Ofentür.
9. Nach 15 min. wird die Temperatur auf 200° reduziert und das Brot etwa 40-45 min. fertig gebacken - bitte ein Auge drauf - jeder Ofen backt anders.
Gutes Gelingen!





Mittwoch, 1. Mai 2019

Vollkornbrot

Durch meine Schwangerschaftsdiabetes habe ich so viel wie möglich auf Vollkorn umgestellt. Da geht vieles schon sehr einfach. Brot stellte sich als schwieriger als gedacht raus und manchmal kam ich mir beim Nachfragen ob wirklich Vollkorn (denn was aussieht wie Vollkorn ist nicht immer auch Vollkorn) auch schon sehr nervig gegebenüber den Verkäufern vor.
Und weil es eigentlich gar keine große Hexerei ist möchte ich mir mein Vollkornbrot nun selber backen. Am besten wöchentlich - dann hält der Sauerteig im Kühlschrank super. Wer seltener backt kann den Sauerteig mit Salz vermengen, dann hält er länger oder auch einfrieren.


Wie komme ich nun aber zu meinem Sauerteig?
Entweder selber ansetzen oder einen im Supermarkt im Säckchen kaufen. Wenn man danach regelmäßig backt kann man seinen Sauerteig immer wieder weitervermehren. Wenn ihr jemanden kennt, der regelmäßig backt könnt ihr bestimmt auch fragen ob ihr einen bekommt (es reicht ein Esslöffel zum starten).
Wie komme ich nun zu meiner benötigten Menge Sauerteig?
Ihr habt nun eine kleine Menge Sauerteig - das Rezept dass ihr backen wollt verlangt aber nach zB 300 g Sauerteig. Am Vorabend nehmt ihr die kleine Menge Sauerteig aus dem Kühlschrank, vermengt sie mit 150 g Roggen(vollkorn)mehl und 150 g zimmerwarmen Wasser und lasst ihn über Nacht abgedeckt an einem warmen Ort gehen. Vor dem Backen entnehmt ihr wieder 1 EL voll und gebt ihn gut verschlossen in den Kühlschrank für das nächste mal backen.

Zutaten:
600 g Roggenvollkornmehl
20 g Germ (Würfel) - oder 1 Säckchen Trockengerm
250 g Weizenvollkornmehl
300 g Sauerteig
20 g Salz
600 ml lauwarmes Wasser
1 EL Brotgewürz

(wer mag kann natürlich noch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne etc. hinzufügen)

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine Mixschüssel geben und entweder per Hand oder mit dem Knethaken zu einem geschmeidigen Brotteig verarbeiten. Diesen Teig abgedeckt ca. 1 h gehen lassen. Danach nocheinmal per Hand "einschlagen" und in der gewünschten Größe formen und in mit Geschirrtüchern belegten Formen nochmals ca. 20 min. aufgehen lassen (eine Form kann ein Gärkörbchen oder auch ein normaler Topf sein). In dieser Zeit kann das Backrohr samt Backblech vorgeheizt werden - 250°. Dann werden die Laibe auf das heiße Blech gestürzt - mit Wasser besprüht und dann ins Backrohr gegeben. Dieses wird ebenso mit Wasser besprüht (wer einen modernen Herd hat, kann dies sogar per Knopfdruck erledigen habe ich mir sagen lassen) und dann verschlossen. Nach ca. 10 min. wird die Hitze auf 180° reduziert und die Brote etwa 50 min. gebacken - je nach Größe der Laibe.
Gutes Gelingen!



Montag, 25. März 2019

Marmorguglhupf für Diabetiker

Da ich nun in meiner 2. Schwangerschaft wieder unter Gestationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) leide, möchte ich nun das Backen für Diabetiker in meinem Blog aufnehmen. Meine Diätologin hat mir als Ersatz für Zucker Erythrit empfohlen - diesen in Verbindung mit flüssigem Süßstoff (weil Erythrit alleine schon sehr teuer ist) verwende ich nun in meinem Marmorguglhupf.
Auf Empfehlung mische ich Weizen- und Weizenvollkornmehl - besser wäre ja nur Weizenvollkornmehl - dies ist aber im Backergebnis meist recht trocken und nicht so lecker.

Ich bin schon auf eure Rückmeldungen gespannt.



Zutaten:
4 Eier
80 g Erythrit (Zuckerersatz)
1 TL flüssiger Süßstoff
125 ml Rapsöl
125 ml Wasser
150 g Weizenvollkornmehl
100 g Weizenmehl
1 Pkg. Backpulver
2 EL Backkakao

Zubereitung:
Zuerst wird die Guglhupfform mit Öl ausgestrichen und mit Semmelbrösel "ausgebröselt". Dann kann das Backrohr auf 180° vorgeheizt werden. Wer eine Küchenmaschine besitzt, lässt dann Eier mit Erythrit und Süßstoff sehr lange schlagen (der Rest trennt die Eier und schlägt aus dem Eiweiß Schnee, der erst ganz zum Schluss mit dem Mehl untergehoben wird.). Dann wird das Öl und das Wasser untergerührt und zum Schluss Mehl mit Backpulver untergehoben.
Eine Hälfte der Masse kommt nun in die Guglhupfform, in die 2. Hälfte wird der Kakao eingerührt und dann ebenso in die Guglhupfform gefüllt. Die Masse backt nun 50 min. bei 180° im Backrohr. Danach aus dem Rohr nehmen - überkühlen lassen und dann stürzen.
Fertig! Gutes Gelingen!