Seiten

Donnerstag, 28. November 2019

Sauerteig

Sauerteig ist ein in Gärung befindlicher Teig aus Mehl und Wasser. In diesem Fall erkläre ich euch die Bereitung eines Roggensauerteiges:

Tag 1:
100 g Roggenmehl Typ 960 + 100 g Wasser (ca. 25° warm) vermischen und 24 Stunden bei Raumtemperatur bei aufgelegtem Deckel (nicht verschließen) reifen lassen.

Tag 2:
100 g Roggenmehl + 100 g Wasser beigeben und wieder 24 h reifen lassen.

Tag 3:
50 g Roggenmehl + 50 g Wasser beigeben und wieder 24 h reifen lassen

Tag 4:
50 g Roggenmehl + 50 g Wasser beigeben und noch mind. 12 h reifen lassen.

Dieser so gewonnene Sauerteig (600 g) ist für die Roggenbrotherstellung reif. Er kann immer wieder mit Wasser und Roggenmehl im Verhältnis 1:1 aufgefrischt werden.

Ergänzung: Bei wenigen Lesern war der Sauerteig nach Tag 4 noch nicht reif (er hat keine Blasen geschlagen und war nicht luftig) - diese haben einfach noch einen Tag weitergefüttert und dann war auch dieser bereit. Also falls er nach Tag 4 noch nicht so aussieht wie er soll bitte noch einen weiteren Tag Zeit geben.

Ihr könnt natürlich auch eine kleinere Menge ansetzen. zB 20g Mehl + 20 ml Wasser.

Im Kühlschrank bewahrt ihr immer nur 1-2 EL davon auf und vor dem nächsten Brotbacktag gebt ihr die benötigte Menge Mehl + Wasser + diese 1-2 EL vom Kühlschrank in einen Behälter, vermixt es und habt am nächsten Tag euren Sauerteig fürs Brot. Und nicht vergessen: wieder 1-2 EL davon entnehmen und fürs nächste Mal backen im Kühlschrank fest verschlossen aufbewahren.

Im Kühlschrank hält der Sauerteig mind. 1 Woche. Solltet ihr mal länger kein Brot backen, nehmt ihn am besten nach etwa 1 Woche raus, füttert ihn mit nur 1 EL Mehl und 1 EL Wasser, lasst ihn 12 h bei Zimmertemperatur reifen und gebt ihn dann wieder fest verschlossen für maximal 1 Woche in den Kühlschrank.

Dinkel-Topfen-Brot

Nachdem das Bauernbrot so gut ankam und es wirklich so viele nachgebacken haben, obwohl ich dachte, dass der Sauerteig abschreckend ist, bin ich motiviert mehr Rezepte für Brot online zu stellen. Ich muss zwar zugeben, dass ich fast immer das Bauernbrot mache aber ab und an braucht man Abwechslung. Früher habe ich auch fast immer beim gleichen Bäcker gekauft aber ab und an dann doch bei einem anderen um Abwechslung zu bekommen.

Für das Dinkel-Topfen-Brot benötigt man 200 g Sauerteig - das heißt ihr nehmt am Vorabend wieder eure kleine Menge Sauerteig vom Kühlschrank und verrührt sie mit 100 g Roggenmehl und 100 ml zimmerwarmen Wasser. Der darf über Nacht bei Zimmertemperatur gehen und bevor ihr die ganze Masse zu den Zutaten gebt rettet wieder 1-2 EL davon und gebt sie fest verschlossen in den Kühlschrank.


Zutaten:
400 g Dinkelvollkornmehl
300 g Roggenmehl Typ 960
200 g Sauerteig
250 g Topfen
13 g Salz
10 g Brotgewürz
20 g Germ frisch oder 1 Pkg. Trockengerm (kann auch weggelassen werden)
400 ml Wasser lauwarm

Zubereitung:
1. Zuerst werden alle Zutaten in eine Rührschüssel gegeben und am besten mit den Knethaken der Küchenmaschine für ca. 5 min. auf kleinster Stufe geknetet.
2. Diesen Teig zugedeckt (mit einem feuchten Geschirrtuch) für ca. 1 Stunde gehen lassen - wer ohne Germ backt gibt dem Teig 3-4 h Zeit.
3. Danach auf der mit Roggenmehl bemehlten Arbeitsfläche den Teig per Hand "falten" - also flach drücken und zu der gewünschten Form einschlagen (ein tolles Hilfsmittel zum einschlagen ist eine Teigkarte) und in einem mit einem Geschirrtuch belegtem und bemehlten Gärkörbchen (oder einer passenden Schüssel) nochmals abgedeckt ca. 30 min. gehen lassen. Wer ohne Germ backt, gibt dem Teig nochmal etwa 1h Zeit.
4. In der Zwischenzeit das Backrohr samt Backblech auf 250° (O/U-Hitze) vorheizen.
5. Dann wird das Brot auf das heiße Backblech gestürzt.
6. Nun kommt das Brot in das Backrohr - den Boden vom Backofen besprüht ihr jetzt kräftig mit Wasser oder schüttet ca. 100 ml direkt unten rein und schließt das Backrohr.
7. Nach ca. 20 min. wird die Temperatur auf 180° reduziert und das Brot wird für 40-45 min. fertig gebacken.
8. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.
Gutes Gelingen!





Sonntag, 10. November 2019

Apfel-Schoko-Guglhupf

Unglaublich wie viele Apfel-Rezepte es bereits bei mir am Blog gibt...ABER noch keinen Guglhupf. Das ändern wir heute. Heute habe ich diesen saftigen Apfelguglhupf mit Schokostreuseln für euch. Ich backe sehr gerne mit Äpfel, weil a) ganzes Jahr verfügbar und b) fast immer im Haus.


Wir haben dieses Wochenende die ersten Schneeflöckchen gesehen und nun hab ich schon Lust die Keks-Saison zu starten. Wer ist dabei?
Keine Angst bei mir gibt es heuer bestimmt nur schnell gemachte Sorten, denn mit 2 Kindern daneben stell ich mir das gar nicht so prickelnd vor :D
Übrigens gibt es schon einige Keksrezepte am Blog - am besten unter K) wie Kekse beim Menüpunkt "Rezepte A-Z" durchschauen.

Jetzt aber zum Rezept:


Zutaten:
4 Eier
200 g Zucker
250 g Öl
3 Äpfel geraspelt
300 g Mehl
100 g ger. Mandeln
50 g Schokostreusel
1 Pkg. Backpulver
1 TL Zimt

Zubereitung:
1. Zuerst wird eine Guglhupfform gebuttert und gebröselt und das Backrohr auf 180° vorgeheizt.
2. Nun werden die Eier getrennt und aus dem Eiweiß ein fester Eischnee geschlagen.
3. In einer weiteren Rührschüssel werden nun die Dotter mit dem Zucker schaumig geschlagen, dann das Öl untergerührt. Weiters kommen die Apfelraspel dazu und werden kurz mitgemixt. Zum Schluss werden Mehl, Mandeln, Schokostreusel, Backpulver und Zimt sowie der vorher geschlagene Eischnee untergehoben.
4. Diese Masse kommt dann in die Guglhupfform und wird im aufgeheizten Backrohr bei 180° für etwa 50 min. gebacken.
5. Nach der Backzeit aus dem Backrohr nehmen, überkühlen lassen und dann aus der Form stürzen.
Gutes Gelingen!